VERGESELLSCHAFTUNG:
 

Kurzinfo: Setzen Sie NIEMALS zwei sich fremde Tiere einfach mal so zusammen - dies kann böse Folgen für die Tiere haben!!!

Kleinraum Methode:

Mit der Kleinraum-Methode ist nichts anderes gemeint, als das man die Tiere zusammen in z.B. eine kleine Transportbox steckt, die man vorher gut mit Streu und Heu gefüllt hat.

Wichtig ist, dass man daneben gleich eine Kanne mit Wasser und gute feste Handschuhe bereitlegt. Sollte es zu ernsthaften Beissereien kommen, kann man sie so besser trennen ohne selber gebissen zu werden. Kleine Boxkämpfe und Fiepen sind erlaubt - bildet sich ein Knäuel, dann sofort trennen.

Das Problem warum sich zwei fremde Mäuschen nicht "riechen" können, kommt daher weil sie keinen gemeinsamen Gruppengeruch haben. Bei Jungtieren im Alter von 6 Wochen (die selber noch keinen ausgeprägten Körpergeruch haben) ist so eine Vergesellschaftung meist kein Problem, bei erwachsenen Tieren hingegen kann es zu furchtbaren Kämpfen führen. Bleiben Sie die ganze Zeit bei den Tieren und beobachten Sie sie gut.

Sollten sich beide ruhig verhalten, müssen sie für mind. 48 Stunden in dieser Box bleiben. Der nächste Schritt wäre dann ein frisch gemachtes 60er Aquarium OHNE Einrichtung, d.h. nur ausgestattet mit Wasserflasche. In den ersten Tagen verzichten wir auch auf das Sandbad, um keine Streitigkeiten heraufzubeschwören. Nach einigen Tagen kriegen sie ihr Sandbad erstmal für ein paar Minuten, später für Stunden oder immer. Dies alles richtet sich nach dem Verhalten der Rennmäuse zueinander. Auch kann man dann langsam die Einrichtungsgegenstände wieder reintun (alle paar Tage etwas neues). Sollte Zoff entstehen, alle Gegenstände wieder raus und eventuell nochmal mit der Transportbox anfangen.

Trenngitter Methode

Das Trenngitter bietet sich an, wenn eine Vergesellschaftung von älteren Mäusen stattfinden soll oder auch das erste Kennenlernen nicht den gewünschten Effekt brachte und eventuell ein Mäuschen verletzt ist.

Ich habe mir für mein 80er Becken ein Trenngitter bauen lassen. Es besteht aus einem Holzrahmen mit Gitter, wo die Mäuse sich zwar sehen können und mal beschnüffeln, aber nicht beissen. Diese wird genau in der Mitte eingesetzt. Wählen Sie ein nicht allzugroßes Aqua, denn dann gehen sich die Mäuse aus dem Weg.

Auch hier im Trenngitter keine Einrichtungsgegenstände, nur eine Trinkflasche. Nun wird auf je eine Seite eine Maus gesetzt und dann 2x täglich die Seiten getauscht. Diese Methode kann eine Woche dauern oder länger, auch hier richtet es sich nach dem Verhalten der Renner.

Der Sinn dieser Methode liegt darin, dass man hier sehr oft die Seiten wechselt und die Tiere somit einen gemeinsamen Gruppengeruch entwickeln. Sie beschnuppern sich am Gitter und lernen sich so langsam kennen. Stellen Sie keine Häuser rein, denn die Mäuse sollen sich nicht verstecken können.

Ziel ist es, dass man nach mehreren Tagen eine Verbesserung im Verhalten bemerkt, d.h. kein zerstören vom fremden Nest, kein agressives Verhalten am Gitter, eventuell schlafen auch beide Mäuschen am Trenngitter quasi in der Nähe des anderen. Sollte sich alles gut entwickeln, kann man nach einiger Zeit einen neuen Versuch starten und beide Tiere in eine Transportbox stecken.

Sollte die Trenngitter-Methode über Wochen hin andauern, geben Sie nicht auf - manchmal brauchen die Tiere etwas länger den neuen Partner zu akzeptieren. Natürlich gibt es auch Fälle wo es niemals klappt - bedenken Sie, auch wir Menschen können nicht jeden anderen "riechen". Antisympatien sind auch bei uns an der Tagesordnung.

 

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